Strange Rituals Poster Clip

06.11.-07.11.2026 STRANGE RITUALS FESTIVAL (Rock, Folk) @ Dieselstraße

Als wir letztes Jahr die kanadische Band Apollo Ghosts buchen wollten, wussten wir nicht, dass Strange Rituals Booking die Band bereits für Esslingen gebucht hatten. Wir legten damals unsere beiden Konzerte zu einem zusammen und der Abend war ein Erfolg. Und so haben wir nicht gezögert, als die Anfrage kam, ob wir das erste Strange Rituals Festival unterstützen möchten. Na klar, bei diesem Line-up! Und mit Treibender Teppich Records und Second Hand Records befinden wir uns auch in einem illustren Unterstützerkreis.

Nun ist es so weit: Die Debüt-Ausgabe des Strange Rituals Festivals holt am 06. und 07. November Bands und Künstler*innen aus der hiesigen und internationalen Indie- & DIY-Szene auf die Bühnen des Kulturzentrums Dieselstrasse. Wir stellen hier das komplette Line-Up vor und empfehlen den direkten Gang zum Vorverkauf.

Freitag, 06.11.2026

19:30 – Sean Pratt (Omaha // Folk/Country)

Die Underground-Folk-Legende Simon Joyner beschrieb den aus Omaha, Nebraska stammenden Sean Pratt einmal als „vollendeten Songwriter des Mittleren Westens“. Seine Stärke liege darin, „uns gerade so viel von einer Geschichte zu erzählen, dass wir uns fragen, woher diese Menschen kommen, und uns einbilden, wir wüssten auch, wohin sie gehen.“

20:15 – Flora (Stuttgart // Jangly Soft Pop)

Die in jeglicher Hinsicht liebenswerte Stuttgarter Band Flora klingt, als wäre sie direkt aus der Indie-Szene der späten 80er um Labels wie Sarah Records ins Hier und Jetzt katapultiert worden. Vor etwa 30 Jahren haben Bands wie The Ladybug Transistor oder Camera Obscura bereits an einem ähnlich entwaffnenden Popentwurf gearbeitet.

21:15 – Nicholas Krgovich (Vancouver // Sophisti-Pop)

Der aus Vancouver stammende Nicholas Krgovich veröffentlicht seit über 20 Jahren betörend schöne Alben zwischen Sophisti-Pop, Indie, Neo-R&B und Ambient. Die Vielseitigkeit seines Werks zeugt von einem unermüdlichen Willen zur Erforschung der unendlichen Möglichkeiten von Popmusik. Nicht umsonst zählen Legenden wie Robert Wyatt zu seinen Fans.

22:00 – Meagre Martin (Berlin // Indie Pop)

Darüber, dass Meagre Martin aus Berlin kommen, wundert man sich nur so lange, bis man erfährt, dass die Band mehrheitlich Besitzer*innen von US-Pässen sind. In ihrem enigmatischen New Americana Sound fühlen sich Synthesizer ebenso zu Hause wie Pedal-Steel-Gitarren.

23:15 – DJ-Set mit Treibender Teppich, DJ Pauki & Flora

Samstag, 07.11.2026

19:30 – Diplomatic Fun (Stuttgart // LoFi/Bedrooom Pop)

Der Bedroom-Pop auf der selbstbetitelte Debüt-EP des Stuttgarter Duos Diplomatic Fun wurde zu Recht als eine Sternstunde in gepflegter Lakonie gefeiert. Elektronische Beats treffen bei Lilian Gonzalez und Jonathan Ohr auf englisch-spanische Harmony-Vocals, die von schrammelnden Pavement-Gitarren geerdet werden.

20:15 – EggS (Paris // Indie/Jangle Pop)

Die jangelnden Arrangements der (in Vollbesetzung) zum Septett mutierten Pariser Band EggS zählen zum Mitreißendsten, was Indie-Rock in seiner Post-Meet-Me-In-The-Bathroom-Phase hervorgebracht hat. Der Neo-C86-Sound auf ihren bisher erschienen Alben fährt ansatzlos in Hirn, Herz und Gliedmaßen.

21:00 – Attention Please (Paris // Indie/Folk)

Die Pariser Band Attention Please rund um Songwriterin Aurore Picot zählt unserer Meinung nach zu den derzeit vielversprechendsten Indie-Folk-Bands. Ein Album gibt es zwar noch nicht; doch allein die Bass-Line im vorab veröffentlichten Demo „Rack Train“ entwickelt schlagartig Suchtpotential.

22:00 – Locas in Love (Köln // Indie Pop)

Nach langer Zeit sind Locas in Love endlich mal wieder in der Region. Sie zählen auch deshalb zu den besten deutschsprachigen Indie-Pop-Bands, weil nie jemand schöner Treueschwüre im Konjunktiv verlangte: „Wäre Deine Wahrheit auch meine / wenn ich sie dir nicht verriete“. Wer niemals in WG-Küchen zuhause war, in denen ihre Songs „Mabuse“ und „Comandante“ zum Kanon gehörten, suchte immer schon an den falschen Orten nach Liebe.

23:00 – Martha Rose (Berlin // Synth-/Dream-Pop)

Die in Berlin lebende Multi-Instrumentalistin und Songwriterin Martha Rose arbeitet mit ihrer ätherischen Casio-Retromanie seit beinahe 15 Jahren an einem außerzeitlichen Pop-Entwurf, der mal Richtung Dancefloor strebt und dann wieder nach Twin-Peaks-Soundtrack klingt.

Und hier nochmal das ganze Programm auf einen Blick:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert